Macht – Wissen – Kritik

Nachhaltigkeitsstudien, Bachelor (PO-2023)

Modulnummer / Modulcode NaS-SP8-M2
Modulname Macht – Wissen – Kritik
Art des Moduls Wahlpflicht
Lernergebnisse, Kompetenzen, Qualifikationsziele

Die Studierenden erwerben fachliche Kenntnisse und Fähigkeiten der Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung zu den Zusammenhängen von Handlungsmacht, Herrschaftsstrukturen und der gesellschaftlichen Funktion von Wissen, Bildung und Kritik. Die Studierenden analysieren unterschiedliche Formen von Macht als Ressource und kollektive Fähigkeit zur Durchsetzung von Interessen, als symbolisch-diskursive Deutungsmacht und als politische Gestaltungsmacht im Kontext von sozial-ökologischen Transformationen. Sie erwerben Kenntnisse über ungleiche Zugänge zu Machtressourcen von sozialen Gruppen und Akteur*innen. Sie können die Mechanismen der Verfestigung und Verdichtung politischer, ökonomischer sowie diskursiver Strukturen von Herrschaft (als Regierung, Unterordnung, Unterdrückung und Ausbeutung von Menschen und Natur) analysieren und aus einer interdisziplinären sowie historischen Perspektive kritisch reflektieren.

Die Studierenden erwerben Kenntnisse über trans- und supranationale Handlungsräume sowie deren inter- und transnationale Verflechtungen. Sie analysieren Konflikte und Praktiken sozial-ökologischer Transformationen aus der Perspektive unterschiedlicher Akteur*innen, z.B. in sozialen Bewegungen und politischen Protesten, (internationalen) Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, internationalen Organisationen (wie Weltbank, UNO, Europarat). Sie untersuchen exemplarische Handlungsfelder sozial-ökologischer Transformationen hinsichtlich ihrer Bedingungszusammenhänge von Macht-Wissens-Regimen, z.B. Demokratisierung internationaler Politik; transformative Wissenschaft und Nachhaltigkeitsbildung; soziale Menschenrechte, soziale und ökologische Gerechtigkeit.

Die Studierenden können aus dem aktuellen Forschungsstand Kontroversen zur Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung in Zusammenhängen von Handlungsmacht, Herrschaftsstrukturen und der gesellschaftlichen Funktion von Wissen, Bildung und Kritik erfassen und vergleichen sowie die internationale Forschungsliteratur für eine eigene Fragestellung und Argumentation reflektieren und anwenden. Darüber hinaus wägen sie gegensätzliche Standpunkte ab und diskutieren diese differenziert. Sie können dabei sachorientiert argumentieren, eigene Standpunkte vertreten und weiterentwickeln sowie selbstkritisch reflektieren und ihre eigenen Positionen hinterfragen.

Lehrveranstaltungsarten VL oder S (2 SWS), ggf. ergänzend Ü/T (1 SWS)
Lehrinhalte

Je nach belegter Veranstaltung, u.a.

  • Zusammenhänge von Handlungsmacht, Herrschaftsstrukturen und der gesellschaftlichen Funktion von Wissen, Bildung und Kritik
  • Rolle von Wissen in sozial-ökologischen Transformationen
  • Untersuchung unterschiedlicher Formen von Macht (als Ressource, kollektive Fähigkeit zur Durchsetzung von Interessen, symbolisch-diskursive Deutungsmacht und politische Gestaltungsmacht) und das Zusammenspiel dieser Machtformen im Kontext sozial-ökologischer Transformationen
  • Ungleiche Zugänge zu Machtressourcen von sozialen Gruppen und Akteuren
  • Mechanismen der Verfestigung und Verdichtung politischer, ökonomischer sowie diskursiver Strukturen von Herrschaft
  • Trans- und supranationaler Handlungsräume sowie deren inter- und transnationale Verflechtungen
Titel der Lehrveranstaltungen Aktuelles Angebot laut Vorlesungsverzeichnis
Lehr- und Lernmethoden (Lehr- und Lernformen) z.B. Blended Learning, Flipped-Classroom-Formate, Vortrag, Lehrgespräch, Gruppenarbeit, kollaboratives oder kooperatives Lernen, Lernen durch Lehren, selbstgesteuertes Lernen, problembasiertes Lernen, Referate, Präsentationen
Verwendbarkeit des Moduls Bachelor Nachhaltigkeitswissenschaften – Sustainability Studies, Studiengänge mit integrierten Nachhaltigkeitsstudien, Nebenfach Nachhaltigkeitsstudien
Dauer des Moduls ein Semester
Häufigkeit des Angebotes Sommer- und Wintersemester
Sprache Deutsch und Englisch
Empfohlene (inhaltliche) Voraussetzungen für die Teilnahme am Modul
Voraussetzungen für die Teilnahme am Modul
Studentischer Arbeitsaufwand 180 Stunden (30h Präsenz + 60h Selbststudium + 90h Anfertigung/Vorbereitung der Prüfungsleistung)
Studienleistungen S1: Als Studienleistung im Umfang von max. 30 Std. kommen in Betracht: aktive Teilnahme, Text- bzw. Quellenkritik, Portfolio, Protokoll, regelmäßige Mitarbeit über E-Learning, Referat, Thesenpapier, Rezension, Exzerptsammlung, Response Paper, Essay, Reflexionspapier, Präsentation, Poster, Fragebogenentwicklung, Zeitzeug:innen- oder Expert:innen-Interview(s), Lesejournal, Planspiel, audio-visuelle und digitale Formate, Fragebogenentwicklung, Kurzfilm, Moderation etc.
Voraussetzung für Zulassung zur Prüfungsleistung
Prüfungsleistungen Klausur (90 min.) oder mündliche Prüfung (20-30 min.) oder schriftliche Hausarbeit/Essay/Portfolio/Exzerptsammlung/(Gruppen-)Referat mit schriftlicher Ausarbeitung (15-20 Seiten) oder fachpraktische Prüfungen (Arbeitsumfang entsprechend einer 15-seitigen Ausarbeitung oder einer mündlichen Prüfung von 20-30 min.)
Anzahl Credits (ECTS) 6 cp
Lehreinheit Politologie; Geschichte; Soziologie
Modulverantwortliche/r Prof. Dr. Andreas Eis
Lehrende Lehrende der Fachgruppen Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie
Medienformen
Literatur
Bemerkungen

Pflicht im Schwerpunkt 8: Akteure und Praktiken sozial-ökologischer Transformationen